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Das Wunder von Lengede
von Werner Cleve

Der Klärteich 12 der Eisenerzgrube Lengede-Broistedt brach am 24. Oktober 1963 und 500.000 m3 Wasser und Schlamm stürzten in die Grube und füllten sie bis zur 60 m Sohle, die teilweise unter Wasser stand. 129 untertage arbeitende Bergleute wurden davon überrascht und kämpften um ihr Leben.
79 Bergleute konnten sich selbst retten. Sieben wurden nach einem Tag aus einem vom Wasser abgetrennten Ort über dem Wasserspiegel mit einem Floß von der 60 m Sohle aus befreit. Zuvor hatte eine Such-
bohrung den Kontakt zu den Männern hergestellt.
Drei Bergleute wurden durch eine Bohrloch-Rettungsaktion aus einer unter Überdruck befindlichen Luftblase unter der Höhe des Wasser-
spiegels acht Tage nach dem Unglück gerettet. Diese Rettungsmaß-
nahme erforderte ein hohes Maß an Genauigkeit für die Vermessung, Bohrtätigkeit sowie der gesundheitlichen Überwachung der Einge-
schlossenen. (Das dramatische Geschehen ist unter dem Link "Grubenunglück 1963" nachzulesen)