Vor dem alten, später abgerissenen, Lengeder Pfarrhaus steht der damals 33 Jahre alte Pastor Karl-Heinz Schnell, der heute als Ruheständler in Hameln lebt.
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Bergbau in Lengede Grubenunglück 1963 Das Wunder  
 
 
"Ihr habt die Drecksarbeit gemacht" (Seite 2/4)

Am Morgen hatte der junge Gottesmann von einem Gerücht im Dorf gehört: "Es sind noch welche gefunden worden, war zu hören“, sagt der heute 72 Jahre alte Schnell, der als Ruheständler in Hameln lebt. Er wählt die Geheimnummer der Grubenleitung und erfährt: "Ja, es stimmt. Aber wir haben die Namen noch nicht." In einer halben Stunde solle er wieder anrufen.

Doch da steht Schnell bereits auf der Kanzel und predigt. Den Gottesdienst zelebriert er zusammen mit Pastor Walter Venghaus, der von der Landeskirche aus Hildesheim nach Lengede berufen wurde. Grund: "Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Lengeder Pfarrstelle vakant", so Schnell. Während Schnell, der sich nichts anmerken lässt, predigt, geht Venghaus ins Pfarrhaus gleich neben der Kirche und ruft bei der Grubenleitung an. Elf Namen diktiert ein Sprecher der Grubenleitung. Mit dem Zettel in der Hand geht der Geistliche zurück in die Kirche. "Ich sah, wie er mir zunickte und die Namen verlas."