Vor dem alten, später abgerissenen, Lengeder Pfarrhaus steht der damals 33 Jahre alte Pastor Karl-Heinz Schnell, der heute als Ruheständler in Hameln lebt.
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Bergbau in Lengede Grubenunglück 1963 Das Wunder  
 
 
"Ihr habt die Drecksarbeit gemacht" (Seite 1/4)
von Mario Quadt, Lengede/Hameln (Quelle: PAZ-online)

"Fritz Bär, Siegfried Ebeling, Adolf Herbst..." Elf Namen werden verlesen. Elf Namen, die für die Einen einer Erlösung gleichkommen. Andere fangen zu schluchzen an, denn für sie ist es traurige Gewissheit: 29 Bergleute haben das Grubenunglück von Lengede nicht überlebt. Pastor Karl-Heinz Schnell hat gerade seine Predigt beendet, als die besinnliche Gedenkandacht eine überraschende Wendung erfährt.

Sonntag, 3. November 1963: Nachdem am Freitag die drei Geretteten von Barbecke nach acht Tagen untertage wieder ins Tageslicht blinzeln können, scheint die Rettungsaktion beendet. Die großen Bohrmaschinen sind wieder auf dem Weg ins Emsland, um nach Gas zu suchen. Während eine Suchbohrung noch Verschüttete in einem alten Bruch, unweit des Schachts Mathildes, sucht, kommen 60 Menschen zum Gedenkgottesdienst für die Toten in der evangelischen Kirche zusammen, wo Pfarrer Karl-Heinz Schnell (33) predigt.