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"Ihr habt die Drecksarbeit gemacht" (Seite 1/4)
von Mario Quadt, Lengede/Hameln (Quelle: PAZ-online)
"Fritz Bär, Siegfried Ebeling, Adolf Herbst..." Elf Namen werden verlesen.
Elf Namen, die für die Einen einer Erlösung gleichkommen. Andere fangen zu
schluchzen an, denn für sie ist es traurige Gewissheit: 29 Bergleute haben
das Grubenunglück von Lengede nicht überlebt. Pastor Karl-Heinz Schnell hat
gerade seine Predigt beendet, als die besinnliche Gedenkandacht eine
überraschende Wendung erfährt.
Sonntag, 3. November 1963: Nachdem am Freitag die drei Geretteten von Barbecke nach acht
Tagen untertage wieder ins Tageslicht blinzeln können, scheint die Rettungsaktion
beendet. Die großen Bohrmaschinen sind wieder auf dem Weg ins Emsland, um nach Gas zu
suchen. Während eine Suchbohrung noch Verschüttete in einem alten Bruch, unweit des
Schachts Mathildes, sucht, kommen 60 Menschen zum Gedenkgottesdienst für die Toten in
der evangelischen Kirche zusammen, wo Pfarrer Karl-Heinz Schnell (33) predigt.
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