Tagebau Mathilde 1918. Im Vordergrund Erzbagger (Dampflöffelbagger). Darüber Abraumbagger und Abraumtransport mit Zug und mit Seilbahn. Im Hintergrund Schacht Anna und rechts Mathilde.
 
 
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Grube Lengede-Broistedt (1872-1977)
von Werner Cleve

Die Eisenerzlagerstätte kam zwischen den Orten Lengede und Vallstedt auf der Gemarkung Bodenstedt zu Tage. 1872 kaufte die Ilseder Hütte das Grubenfeld Sophienglück. Hier setzten im Jahre 1873 im Tagebau die ersten Gewinnungsarbeiten ein. 1884 wurde der Tagebau Mathilde in Betrieb genommen. Der dritte große Tagebau war der Tagebau Vallstedt (Wahmann-Tagebau, heute Wahmann-Teich), dessen Inbetriebnahme 1956 erfolgte. 1975 wurde der letzte Tagebau in Betrieb genommen, der die Bezeichnung „Tagebau 3/4“ (ABU-Tagebau, heute ABU-Teich) hatte. Durch die Tagebaue wurde der Nordrand der muldenartigen Lagerstätte auf eine Länge von drei Kilometern aufgeschlossen.
Zu Beginn der Tagebaue Sophienglück und Mathilde wurden alle Abraum- und Gewinnungsarbeiten von Hand durchgeführt, bis um die Jahrhundert-
wende Dampflöffelbagger zum Einsatz kamen. Aus dem Abraum entstand u. a. auch der Seilbahnberg (Höhe 62,7 m, über NN 157 m) in den Jahren 1917 bis 1927. Ursprünglich wurde in den Tagebauen nur das an Eisen (Fe) hochprozentige Hangendkalkerz gewonnen.